Cross-Mentoring-Programm für Ärztinnen

Obwohl seit vielen Jahren mehr Frauen als Männer im ärztlichen Dienst anfangen, gelingt es nach wie vor nur schwer, Ärztinnen für ärztliche Führungspositionen zu gewinnen.

Im Rahmen des Europa-Projektes (ESF) „Fachkräfte sichern durch Gleichstellungspolitik im Krankenhaus“ starten wir ab 2017 daher ein Cross-Mentoring-Programm für Ärztinnen, die eine Führungsposition anstreben. Wir möchten damit Potentialträgerinnen identifizieren, motivieren und fördern.

Wir nennen das Programm Cross-Mentoring, weil wir unsere Mentoring-Tandems sowohl geschlechtsübergreifend, als auch über die Grenzen der ärztlichen Disziplinen hinweg und zwischen den eigenen Klinikstandorten „matchen“. Durch die Einbindung des Cross-Mentoring-Programms in das Europa-Projekt (ESF) können wir darüber hinaus Mentoring-Tandems bei Bedarf zwischen den Partnerkrankenhäusern des Projektes „matchen“.

Wir würden uns freuen, wenn viele Ärztinnen das Cross-Mentoring-Programm auf ihrem Weg zu einer oberärztlichen, leitenden oberärztlichen oder chefärztlichen Position in unseren Häusern nutzen, und so nicht nur von dem fachlichen Wissen, sondern auch von dem großen Erfahrungsschatz der leitenden Ärztinnen und Ärzte profitieren.

 

  • Mentoring: Was ist das?

Unter Mentoring verstehen wir eine Austauschbeziehung zwischen einer Mentorin bzw. einem Mentor mit umfangreicher Berufs-, Führungs- und Lebenserfahrung und einer Ärztin/Mentee, die diese Unterstützung für ihren nächsten Karriereschritt nutzen möchte. Mentoring liegt die Erkenntnis zugrunde, dass für den beruflichen Erfolg nicht allein fachliche Qualifikationen ausschlaggebend sind, sondern auch Führungsqualifikationen sowie fördernde und unterstützende Beziehungen.

Frauen verfügen bisher seltener als Männer über solche Förderbeziehungen.

Welche Module hat das Cross-Mentoring-Programm?

Das Mentoring-Programm umfasst folgende Module:

  • Mentoring-Beziehung
  • Führungskräfteschulungen
  • Networking

 

  • Wer sind die Mentees im Cross-Mentoring-Programm?

Mentees im Cross-Mentoring-Programm sind Ärztinnen in und nach der fachärztlichen Weiterbildung, die ihren nächsten Karriereschritt zur Oberärztin, leitenden Oberärztin oder Chefärztin planen und dabei Unterstützung und Begleitung durch eine erfahrene Ärztin oder Arzt in einer Leitungsfunktion wünschen. Außerdem werden gezielt Führungskräfteschulungen angeboten sowie ein Empowerment-Netzwerk.

 

  • Wer sind die Mentorinnen und Mentoren im Cross-Mentoring-Programm?

Als Mentorinnen und Mentoren sind alle Chefärztinnen und Chefärzte sowie leitenden Ärztinnen und Ärzte der StKM sowie in den kooperierenden Kliniken und Klinikverbünden willkommen, die im Rahmen eines Mentoring zur Karriereförderung beitragen möchten. Mentorin bzw. Mentor und Mentee sollten in keinem Abhängigkeitsverhältnis stehen, z.B. als Vorgesetzte und Mitarbeiterin.

 

(Text und Grafik: Flyer "Cross-Mentoring", Klinikum München, 11.2017, Ausschnitt)