Fachkräftesicherung durch Gleichstellungspolitik im Krankenhaus

Projektlogi

„Wer angesichts des Fachkräftemangels als Arbeitgeber weitsichtig handeln will, muss den begehrten Arbeitskräften attraktive Arbeitsbedingungen bieten. Karrierechancen, Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, Wiedereinstieg, bedürfnisorientierte Arbeitszeiten sind beispielhafte Ansatzpunkte. Das ist Gleichstellungspolitik. Und darum führen wir dieses Projekt durch.“
Dr. Edzard Niemeyer, Geschäftsführender Gesellschafter QUBIC Beratergruppe GmbH

 

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Die übergreifenden Ziele dieses Projektes sind:

  • die Fachkräftesicherung in der Pflege und im ärztlichen Dienst an Kliniken durch die nachhaltige Entwicklung, Etablierung und Verankerung von gleichstellungsorientierten Organisations- und Personalentwicklungsstrukturen und -strategien,
  • die Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Kliniken durch eine höhere Beteiligung von Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen, insbesondere Erhöhung des Anteils der Ärztinnen in ärztlichen Führungspositionen,
  • die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden und Verbesserung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, u.a. durch innovative Lebensphasenorientierte Arbeitszeitmodelle,
  • größere Sensibilität und Stärkung der Handlungskompetenzen von Führungskräften und Betriebsräten für Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Nichtdiskriminierung.

Projektdauer: 01.07.2017 bis 30.04.2020

Das Projekt wird von der QUBIC Beratergruppe GmbH, Hannover, koordiniert und organisiert.

Das Projekt gliedert sich in verschiedene Arbeitspakete, mit denen wir zum Teil bereits begonnen haben. Informationen zu den Arbeitspaketen werden wir kontinuierlich aktualisieren.

Arbeitspaket 1 - Evaluation der Personalstrukturen

Die QUBIC Beratergruppe führt das Arbeitspaket 1 durch.
Dies bezieht sich auf die systematische Erhebung und Bewertung der Personalstrukturen und aller gleichstellungspolitischen und familienfreundlichen Maßnahmen, Programme und Instrumente in den teilnehmenden Kliniken sowie auf die Identifikation bestehender Best-Practice-Beispiele.

Dazu gehören zwei Aufgabenfelder:

  • Systematische Bedarfserhebung von Daten und Strukturen als Grundlage für die gezielte Konzeption der Maßnahmen. Strukturanalyse und Bedarfserhebung: Die Analyse der Beschäftigtenstruktur – insbesondere in der Pflege – ist Grundlage für die Feststellung von Gleichstellungs-Defiziten sowie die Bewertung gleichstellungspolitischer Fragestellungen und die Entwicklung von Maßnahmen in den Teilprojekten.
  • Identifikation von Maßnahmen, Programmen und Instrumenten zur Gleichstellungs- und Familienpolitik in den Kliniken der Teilprojektpartner und weiteren großstädtischen Kliniken. Die bisherigen Maßnahmen und Instrumenten zur Gleichstellungs- und Familienpolitik in Kliniken werden ermittelt, transferiert und Ziele in den einzelnen Teilprojekten abgeleitet.
Arbeitspaket 2 - Cross Mentoring Programm

Obwohl seit vielen Jahren mehr Frauen als Männer im ärztlichen Dienst anfangen, gelingt es nach wie vor nur schwer, Ärztinnen für ärztliche Führungspositionen zu gewinnen.
Im Rahmen des Europa-Projektes (ESF) „Fachkräfte sichern durch Gleichstellungspolitik im Krankenhaus“ starten wir ab 2017 daher ein Cross-Mentoring-Programm für Ärztinnen, die eine Führungsposition anstreben. Wir möchten damit Potentialträgerinnen identifizieren, motivieren und fördern.
Wir nennen das Programm Cross-Mentoring, weil wir unsere Mentoring-Tandems sowohl geschlechtsübergreifend, als auch über die Grenzen der ärztlichen Disziplinen hinweg und zwischen den eigenen Klinikstandorten „matchen“. Durch die Einbindung des Cross-Mentoring-Programms in das Europa-Projekt (ESF) können wir darüber hinaus Mentoring-Tandems bei Bedarf zwischen den Partnerkrankenhäusern des Projektes „matchen“.
Wir würden uns freuen, wenn viele Ärztinnen das Cross-Mentoring-Programm auf ihrem Weg zu einer oberärztlichen, leitenden oberärztlichen oder chefärztlichen Position in unseren Häusern nutzen, und so nicht nur von dem fachlichen Wissen, sondern auch von dem großen Erfahrungsschatz der leitenden Ärztinnen und Ärzte profitieren.

Mentoring: Was ist das?
Unter Mentoring verstehen wir eine Austauschbeziehung zwischen einer Mentorin bzw. einem Mentor mit umfangreicher Berufs-, Führungs- und Lebenserfahrung und einer Ärztin/Mentee, die diese Unterstützung für ihren nächsten Karriereschritt nutzen möchte. Mentoring liegt die Erkenntnis zugrunde, dass für den beruflichen Erfolg nicht allein fachliche Qualifikationen ausschlaggebend sind, sondern auch Führungsqualifikationen sowie fördernde und unterstützende Beziehungen. Frauen verfügen bisher seltener als Männer über solche Förderbeziehungen. 

Welche Module hat das Cross-Mentoring-Programm?
Das Mentoring-Programm umfasst folgende Module:

  • Mentoring-Beziehung
  • Führungskräfteschulungen
  • Networking

Wer sind die Mentees im Cross-Mentoring-Programm?
Mentees im Cross-Mentoring-Programm sind Ärztinnen in und nach der fachärztlichen Weiterbildung, die ihren nächsten Karriereschritt zur Oberärztin, leitenden Oberärztin oder Chefärztin planen und dabei Unterstützung und Begleitung durch eine erfahrene Ärztin oder Arzt in einer Leitungsfunktion wünschen. Außerdem werden gezielt Führungskräfteschulungen angeboten sowie ein Empowerment-Netzwerk.

Wer sind die Mentorinnen und Mentoren im Cross-Mentoring-Programm?
Als Mentorinnen und Mentoren sind alle Chefärztinnen und Chefärzte sowie leitenden Ärztinnen und Ärzte der StKM sowie in den kooperierenden Kliniken und Klinikverbünden willkommen, die im Rahmen eines Mentoring zur Karriereförderung beitragen möchten. Mentorin bzw. Mentor und Mentee sollten in keinem Abhängigkeitsverhältnis stehen, z.B. als Vorgesetzte und Mitarbeiterin.

(Text: Flyer „Cross-Mentoring“, Klinikum München, 11.2017, Ausschnitt)

Weitere Arbeitspakete folgen.

 

Die Projektpartner sind:

München Klinik

München Klinik

Dr. Andrea Rothe

Stabsstelle Betriebliche Gleichbehandlung

Thalkirchner Straße 48

80337 München

Telefon 089 5147-6729

andrea.rothe@klinikum-muenchen.de

KRH Klinikum Region Hannover GmbH

KRH Klinikum Region Hannover GmbH

Susanne Klyk

Gleichstellungsreferat

Stadionbrücke 6

30459 Hannover

Telefon 0511 906-7558

susanne.klyk@krh.eu

  • Das KRH Klinikum Region Hannover steht für Ihre wohnortnahe Medizin und Pflege, hohe Behandlungsqualität und für umfassende Diagnostik und Therapie aus einer Hand. In der Landeshauptstadt Hannover und dem Umland betreibt das kommunale Unternehmen zehn Krankenhäuser. Mit einem Anteil von 40 Prozent an der Krankenhausversorgung in der Region Hannover ist es das leistungsstärkste Krankenhausunternehmen der Region, in der rund 1,2 Millionen Menschen leben. Die Krankenhäuser arbeiten seit 2005 unter dem Dach der Klinikum Region Hannover GmbH zusammen, Träger des Unternehmens ist die Region Hannover.
  • Die Klinikgruppe mit rund 3.200 Betten und 7.500 Mitarbeitern versorgt jährlich rund 131.000 Patienten stationär und zudem 180.000 ambulant. Damit gehört die KRH-Gruppe zu den größten kommunalen Klinikunternehmen Deutschlands. Neben der Grund- und Regelversorgung sichern unsere Krankenhäuser in vielen medizinischen Fachgebieten eine spezialisierte Maximalversorgung mit überregionaler Bedeutung. Die KRH-Häuser kooperieren in medizinischen Zentren und Netzwerken eng miteinander. Mehr Informationen unter www.krh.eu.
  • Das Gleichstellungsreferat trägt seit 2007 auf verschiedenen Ebenen des Unternehmens zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern bei.
    Die Schwerpunkte des Referates liegen:
    – In der Mitwirkung von Personalmaßnahmen und betrieblichen Veränderungsprozessen
    – In der Begleitung des Audit „familieundberuf“
    – In der Beratung zur Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der Pflege von Angehörigen, zu Diskriminierung, sexueller Belästigung und Mobbing
    – In der Förderung von Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung
Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH

Städtisches Klinikum Karlsruhe gGmbH

Birgit Mangold

Gleichstellungsbeauftragte

Moltkestr. 90

76133 Karlsruhe

Telefon 0721 974-1085

birgit.mangold@klinikum-karlsruhe.de

  • Ziel des Städtischen Klinikums Karlsruhe ist es, für die Beschäftigten geschlechtergerechte und familienfreundliche Rahmenbedingungen und Strukturen zu schaffen.
  • Wir fördern eine bessere Balance von Beruf, Familie und Privatleben und unterstützen gleichzeitig geschlechtergerechte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.
  • Wir sind von diesem Weg überzeugt. Denn angesichts der demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung und der Veränderungen der Geschlechterrollen werden wir zukünftig nur in dem Maße leistungsfähig bleiben, wie es uns gelingt, die Erfordernisse der Beschäftigten – je nach Lebensphase – mit den Anforderungen am Arbeitsplatz in Einklang zu bringen.
Städtisches Klinikum Solingen gGmbH

Städtisches Klinikum Solingen gGmbH

Dorothea Grabe

Gleichstellungs- und Familienbeauftragte

Gotenstraße 1

42653 Solingen

Telefon 0212 547-2699

grabe@klinikumsolingen.de

 

 

Logi Projektpartner

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