Die Welt des digitalen Lernens in 2 Hallen

Am 28. Januar reiste ich früh morgens nach Karlsruhe zum Messegelände. Dort fand drei Tage lang die LearnTec, Europas größte Messe für digitale Bildung statt.
Als ich um kurz vor zehn mit dem Shuttle Bus zur Messe fuhr, stand ich bereits im Bus eng an eng mit anderen Interessierten. Ich war gespannt, was mich auf der Messe erwarten würde.

Insgesamt gab es eine große Bandbreite an Ausstellern, die sich insgesamt in zwei Hallen zu finden waren. Zwischen den Ständen waren immer sogenannte Foren, in denen Kursvorträge zu bestimmten Themen gehalten wurden. Für mich wechselten sich gute Gespräche mit Anbietern und das Zuhören bei Vorträgen ab. Aber was habe ich nun erfahren?

Ich habe einen Anbieter kennengelernt, der eine Plattform für eine digitale Schnitzeljagd entwickelt hat. Diese Möglichkeit bietet sich aus meiner Sicht vor allem für einen Onboarding-Prozess an. Neue Mitarbeitende und vor allem Auszubildende könnten so spielerisch das Unternehmen kennenlernen. Aber mit ein bisschen Fantasie fallen Ihnen bestimmt auch noch zahlreiche weitere Möglichkeiten ein. Die frühkindliche Erziehung stellt ein Einsatzgebiet im privaten Bereich dar. Wer kennt das nicht zu Kindergeburtstagen eine Schnitzeljagd durch den Wald oder die Stadt zu machen, um einen Schatz zu finden?! Diese wird in analoger Form schon seit Jahrzehnten eingesetzt.

Mit drei Anbietern habe ich gesprochen, die entweder ein Lernmanagementsystem (LMS) anbieten oder Kunden zur Einführung beraten. Der Anbieter des LMS bietet seinen Kunden nach seinen Erwartungen alle Leistungen rund um sein Produkt an: von der Einführung, über die Schulungen für Mitarbeitenden bis über das Hosting auf eigenen Servern. Die beiden Beratungen unterstützen Unternehmen in der Auswahl von LMS und begleiten sie dann über die Einführung bis zur Evaluierung – je nachdem, was sich das Unternehmen wünscht. Entlang dieser Beratung werden teilweise noch weitere Angebote wie die Erstellung eines Contents oder die Weiterbildung der Mitarbeitenden angeboten. Gerade in dem Bereich LMS kommt es auf die Erwartungen und Anforderungen des Unternehmens an – denn nicht nur die Zahl der Anbieter ist hoch, sondern auch ihr Angebot.
Darüber hinaus konnte ich mir ein Praxisbeispiel ansehen, bei der die Anwendung einer Virtuel Reality (VR)-Brille demonstriert wurde. Ein Logistikunternehmen hat gemeinsam mit einem externen Dienstleister die virtuelle Realität für ihre Staplerfahrer entwickelt. Die gesamte Lagerhalle des Logistikunternehmens wurde dreidimensional dargestellt, um möglichst nah an den tatsächlichen Gegebenheiten zu sein. Mit der VR-Brille können die Staplerfahren darin geschult werden, Gefahren frühzeitig zu erkennen, ohne Schaden bei Menschen oder Materialien/Produkten zu verursachen.

Das Highlight meines Besuchs war sicherlich das Ausprobieren von Lego Serious Play. Ein Anbieter hatte ein Gewinnspiel ausgeschrieben, bei dem die Teilnehmenden ihre Lernwelt der Zukunft mit Lego bauen sollten (siehe Bild). Und tatsächlich, auf dem Weg zu Hotel bekam ich die Benachrichtigung, dass ich gewonnen hatte. Nun freue ich mich auf mein Starter Set Lego Serious Play und überlege schon jetzt, wie ich das in meine Arbeit einfließen lassen kann. Also, lassen Sie sich überraschen.
Alles in Allem war der Besuch eine große Bereicherung und vielen Eindrücken und einigen guten Kontakten. Und vor allem hat es viel Spaß gemacht!

Jessica Matloch

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