Arbeit in Coronazeiten – Erfahrungen des QUBIC Teams

Edzard allein im Office

Alle sprechen vom Home-Office – ich sitze seit zwei Wochen im Büro. Allein!

Home-Office wollte ich nicht, wegen Rücken. Auf Dauer ist es ja doch nicht so entspannt, am Küchentisch zu arbeiten. Und SARS-CoV-2 wollte ich nicht auch noch die Chance einräumen, meine ergonomischen Anstrengungen zu unterminieren. Da meine Frau schon Homeoffice macht, sind außerdem gegenseitige Störungen ja fast vorprogrammiert. Und Ablenkungen: „Wie sehen die Fenster denn schon wieder aus? Da müssen wir ja schon wieder …“. Kleine Kinder haben wir ja nicht mehr im Haus, sonst käme man ja kaum zu was.

Also bin ich ins Büro, wie jeden Tag. Das strukturiert ja auch den Tagesablauf, worüber sich psychologische Experten ja derzeit einige Gedanken machen. Es ist ja auch ein ruhiges, ungestörtes Arbeiten, wenn keiner anruft, niemand etwas entschieden haben will oder einfach mal zur Tür reinschaut. Den Müll muss ich aber selbst rausbringen.

Ich habe jetzt viel Zeit, mich um liegengebliebene Dinge zu kümmern. Und Webinare zu besuchen. Das hat ja Konjunktur.

Nach zwei Wochen ist die Tagesstruktur aber doch eintönig geworden. Ich pendle zwischen Schreibtisch, Kaffeemaschine und Drucker hin und her. Immerhin habe ich mir die Arbeitsumgebung angenehm gestaltet. Ich kann jetzt Musik hören, ohne jemanden zu stören.

Also meine ganz persönlichen Vorlieben für Office statt Homeoffice nochmal zusammengefasst:

  • Ergonomie
  • Konzentration
  • Tagesstruktur
  • Ruhe
  • Arbeit mit Musik

Aber egal ob nun im Büro oder im Homeoffice oder mobil im Café (ha ha, geht gerade nicht) – die kleinen technischen Helfer und Apps bringen dann doch zusammen, was zusammengehört. Ganz schön ist insofern, dass wir im Team jetzt mal vorankommen, was unsere virtuelle Zusammenarbeit angeht. Wir nutzen TEAMS ausgiebig, entdecken Chats und Videokonferenzen, lauschen fleißig Webinaren, informieren uns über den Einsatz von Live-Online-Training-Tools, erweitern die Zugangsmöglichkeiten und die gemeinsame Arbeit an Dateien, kreieren Ideen für virtuelle Workshops undsoweiter. Virtuelle Morning-Calls und virtuelle Weekly-Meetings schaffen auch endlich wieder annähernd ein Gefühl sozialen Kontaktes zu den Kolleg*innen. Schöne neue Arbeitswelt!

Edzard Niemeyer, 09.04.2020

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